Leipzig

Die Stadt der Bewegung während der politischen Wende 1989 hat 20 Jahre nach dem Mauerfall seine Identität neu definiert. Ihre Tradition als alte Handelsmetropole in der Mitte Europas und ihre ausgeprägte verkehrsgünstige Lage sprechen auch heute für sich. Mit einem aufsehenerregenden Bahnhofsumbau zog Leipzig in den frühen 1990er Jahren die Blicke der ganzen Welt auf sich und knüpfte erfolgreich an seinen Ruf als Verkehrsknotenpunkt an.

Leipzig, die Wirtschaftsmetropole

Die Metropole Sachsens setzt in seiner Wirtschaftspolitik auf die Clusterstrategie, d.h. ausgeprägte Branchen, die als besonders zukunftsträchtig und entwicklungsfähig betrachtet werden, in Leipzig besonders zu fördern. Dazu gehören die Automobilindustrie und ihre Zulieferer, die Gesundheitstechnologie und Biotechnologie, Umwelt- und Energiewirtschaft, Medien und Kreativschaffende. Deren Potenziale sollen besonders in Forschung und Entwicklung zu einem weiteren positiven Entwicklungsanschub der aufstrebenden Stadt beitragen.

Leipzig, die Messe-, die Tagungsstadt

Die Leipziger Messe gehört zu den weltweit wichtigsten Wirtschafts- und Handelsmessen, schon im Mittelalter glänzte das alte Leipzig als Umschlagplatz für Produkte und Ideen. Daneben reihen sich in allen Jahreszeiten bedeutende Ausstellungen und Kongressmessen, Tagungen, Informationsforen und Symposien, die Besucher aus aller Welt anziehen.

Leipzig, Stadt der Bildung

Neben den schulischen Bildungseinrichtungen, städtischen Ausbildungen  und Volkshochschulen, verfügt Leipzig über eine altehrwürdige Universität, sechs Hochschulen und einer Fülle an renommierten Archiven, in denen Forschung möglich wird.

Leipzig, Stadt der Kultur

Man braucht nur Bach zu sagen – und eine musikalische Welt tut sich auf. Alle wichtigen Musiker waren hier, zu Zeiten des Barock, der Renaissance, des Rokoko – und heute. Künstler von Rang treten im Gewandhausorchester auf, die Thomaner reisen um die Welt und Musikfestivals ziehen ein internationales Publikum an. Auch den bildenden Künsten wird mit einer Reihe hervorragender Museen Tribut gezollt.  Film, Literatur und Soziokultur finden hier einen guten Nährboden. Leipzig gilt als deutsche Kabarett-Hauptstadt. Die sächsische Mentalität ist Humor und Lebensweisheit zugleich, man nimmt die Dinge schnoddrig und nonchalant. Der Charme des Sächsischen. Klein-Paris nennt man Leipzig auch – nicht zu Unrecht.

Leipzig, die Besucherstadt

Touristen finden in Leipzig viel zu sehen, großbürgerliche Architektur, alte Kirchen und Plätze, über die Luther ging, ein urbanes Flair, kulturelle und historische Highlights, ein Gang durch das alte Deutschland. Aber auch die Szene ist hochentwickelt: Kellerclubs, Open-Air-Events, Kulturfabriken mit alternativer Ausprägung, Jazzclubs, Varietés, Kleinkunsttheater, Rockkonzerte – und nicht zuletzt die Gastronomie, von der “Auerbach’s Keller” nur eines von vielen Highlights ist, die der Besucher nicht verpassen sollte.

Schlafen und Essen in Leipzig?

Die Hotellerie ist ausgeprägt, neben fünfsternigen Luxushäusern müssen sich auch kleinere Herbergen nicht verstecken, für jeden Geschmack ist ein Bett vorhanden. Auch gut zu speisen versteht man hier, der Sachse ist gastfreundlich und weiß, was sich gehört. Spätestens bei einer Tasse Kaffee (für den Leipzig schon im Mittelalter berühmt war), es muss ja nicht ein “Blümchen-Kaffee” sein, erkennt man den vollen Reiz dieser Stadt, die viel arbeitet und gerne lebt. Mit Witz, Humor, Gelassenheit, aber auch mit einem ausgeprägten Ehrgeiz, der die Sachsen in den deutschen Kaiserreichen zu beliebten Verwaltungsposten bei Hofe verhalf oder zu besonders erfolgreichen Geschäftsinhabern machte.

Eine Stadt mit vielen Facetten, von der man noch viel erwarten darf. Ihre Rolle als Mittlerin zwischen Gestern und Morgen meistert sie schon jetzt bravourös, man darf gespannt sein.